Sicherheit als roter Faden: Die Historie der Hauptuntersuchung
Stuttgart. Die Untersuchung von Fahrzeugen gibt es schon seit über hundert Jahren. Wie heute bei der Hauptuntersuchung (HU) stand auch damals die Verkehrssicherheit im Fokus. Rost! Über lange Jahre verursachte er ein flaues Gefühl im Magen derjenigen, die sich zum HU-Termin aufmachten. Heute spielt der Rost keine Rolle mehr, ehe das Auto nicht zehn, zwölf Jahre auf dem Buckel hat. Bei den Prüfern selbst wurden früher eher die Knie in Mitleidenschaft gezogen. Älteren Sachverständigen ist der „Kniescheiben-Termin“ noch ein Begriff. Ehe es Hebebühnen und Gruben gab, mussten die TÜV SÜD-Experten nämlich auf die Knie, um ein Auto auf Herz und Nieren prüfen zu können.
Von der technischen Entwicklung zur Historie der Organisation. Die beginnt, als im Jahre 1866 in Mannheim der erste Dampfkessel-Revisionsverein gegründet wird; ein erster Vorläufer von TÜV SÜD. Im Jahre 1906 überträgt der Reichskanzler den Dampfkessel-Prüfvereinen die Untersuchung von Fahrzeugen. Mit Paragraf 29 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) entsteht im Jahre 1938 eine rechtliche Fundstelle für die Fahrzeug-Untersuchung, die es – in fortgeschriebener Form – bis heute gibt. Zeitsprung in die 50er Jahre: Fahrzeughalter werden verpflichtet, Auto und Co. regelmäßig zur Hauptuntersuchung vorzufahren. An den Termin werden sie behördlich erinnert. Zu Beginn der 60er Jahre die nächste Änderung: Die Autofahrer müssen sich selbst darum kümmern, ihren Wagen rechtzeitig „vorzuführen“. Damit das auch klappt, wird die Prüfplakette eingeführt.Die Plakette gibt es bis heute. Die meisten Autofahrer bekommen sie auf Anhieb, wenn sie zur Haupt- oder Abgasuntersuchung kommen - es besteht also kein Grund, vor dem Prüftermin Bammel zu haben.
Gebrauchtwagen: Mit den Tipps von TÜV SÜD auf der sicheren Seite
Stuttgart. Der TÜV SÜD-Tipp „Gebrauchtwagenkauf – erst prüfen, dann kaufen“ bringt auf den Punkt, worauf es beim Kauf eines Gebrauchten ankommt. Bei steigenden Temperaturen haben Frühjahrsputz in Haus, Garten und Garage Hochkonjunktur. Das wintermüde Auto wird durchgecheckt und auf Hochglanz poliert oder oft gleich ganz ausgemustert. Mit einem „neuen Gebrauchten“ soll in den Frühling gestartet werden. Eine Vorauswahl ist schnell getroffen. Doch verbirgt sich unter dem glänzenden Lack tatsächlich ein Spitzenfahrzeug oder doch nur ein Mängelriese? Für die meisten Interessenten eines Gebrauchtwagens ist das keine leicht zu beantwortende Frage – aber eine wichtige. Schließlich ist ein Autokauf meist eine Investition für mehrere Jahre und mit viel Geld verbunden. Professionelle Hilfe gibt es dazu im TÜV SÜD-Tipp „Gebrauchtwagenkauf – erst prüfen, dann kaufen“.
In dem Ratgeber von TÜV SÜD finden Kaufinteressenten in übersichtlicher Form, worauf es beim Kauf eines Gebrauchten ankommt. Unabhängig davon, ob der Wagen beim Autohändler, beim Gebrauchtwagenmarkt oder im Internet angeboten wird, immer sollten die Fahrzeugpapiere eingesehen und geprüft werden, so die Fachleute von TÜV SÜD. Was Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief, aber auch Prüfberichte, Versicherungsverträge oder Werkstattrechnungen über den Gebrauchten verraten, ist in dem Ratgeber nachzulesen. Dort steht auch – vom Lack bis zu den Reifen – worauf der Laie bei Technikcheck und  anschließender Probefahrt achten sollte. Wer vor dem Kauf aber ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sachkundige Hilfe in Anspruch nehmen. In einem TÜV SÜD Service-Center oder einer von TÜV SÜD betreuten Fachwerkstatt nehmen die Sachverständigen den Gebrauchten genau unter die Lupe. Gewissheit über den Zustand schafft auch das Gebrauchtwagenzertifikat von TÜV SÜD. Dieses Zertifikat wird von Sachverständigen von TÜV SÜD ausgestellt und beschreibt detailliert den Zustand des Wagens. Tipp der Auto-Profis: Bei Fahrzeugen höherer Preisklassen ist eine zusätzliche Wertermittlung sinnvoll. Jedoch sollte vorher geklärt werden, ob der Verkäufer sich an den Kosten dieser Untersuchung beteiligt.Der TÜV SÜD-Tipp zum Thema Gebrauchtwagenkauf ist kostenlos bei allen Service-Centern von TÜV SÜD oder im Internet unter www.tuev-sued-autopartner.de erhältlich. Im Web gibt es auch weitere nützliche Informationen wie Hintergründe zum aktuellen Gebrauchtwagenratgeber, dem TÜV Auto-Report, sowie einen Musterkaufvertrag zum Download.
Die HU-Plakette: Für viele Seiten eine runde Sache
Stuttgart. Ein Instrument zur Verwaltungsvereinfachung: So könnte man die Prüfplakette zur Hauptuntersuchung bezeichnen, die es bereits seit über 40 Jahren gibt. Zunächst noch ein paar Jahre weiter zurück: Im Jahre 1951 wird die Hauptuntersuchung von Fahrzeugen Pflicht, die Autofahrer bekamen von der Stadt- oder Kreisbehörde eine Aufforderung, ihren Wagen vorzuführen. Die Behörden kommen mit dieser Aufgabe bald nicht mehr zurecht – einerseits herrscht chronischer Personalmangel, andererseits gibt es – Stichwort Wirtschaftswunder – immer mehr Autos. Zudem kommen viele Autofahrer der behördlichen Einladung nicht nach. Viele Gründe also für die runde Lösung Prüfplakette: Sie wird 1961 eingeführt und lässt auf den ersten Blick erkennen, wann die nächste Hauptuntersuchung ansteht. Mit der Plakette kam die Verpflichtung für den Autofahrer, sich selbst um das rechtzeitige „Vorführen“ seines Wagens zu kümmern. Das Prüfpickerl leistet also auch wichtige Unterstützung beim „Terminmanagement“; und das gilt bis heute.
Prüfplakette fürs Auto: Die Gestaltung ist exakt vorgegeben
Stuttgart. 2005 rosa, 2006 grün, 2007 orange und 2008 blau. Die Farben für die Prüfplaketten für die Auto-Untersuchung sind klar festgelegt. Und die Palette der Farben wurde auch schon kräftig ausgenutzt. Denn das „Prüfpickerl“ gibt es seit über 40 Jahren, so eine Mitteilung von TÜV SÜD. Mehr als 50 Jahre ist es schon her, dass die regelmäßige Hauptuntersuchung für Fahrzeuge Pflicht wurde. Die obligatorische Untersuchung wurde 1951 eingeführt. Die Autofahrer wurden mit einem Schreiben der Stadt- oder Kreisbehörde aufgefordert, ihren Wagen vorzufahren. Viele Fahrzeughalter kamen allerdings der Einladung nicht nach. Zudem herrschte bei den Behörden ohnehin schon Personalnot – und gleichzeitig stieg während der Wirtschaftswunderjahre die Anzahl der Autos kräftig an. Mit der Pflicht kommt die Plakette So ist seit Beginn der 60-er Jahre der Autofahrer selbst aufgerufen, sich um die regelmäßige „Vorführung“ seines Wagens zu kümmern. 1961 klebten die TÜV SÜD-Sachverständigen die ersten Plaketten auf Nummernschilder. Das „Wapperl“ macht es auf den ersten Blick sichtbar, wann die nächste Hauptuntersuchung (HU) fällig ist.Die oben genannte Farbfolge ist in der Anlage IX zu Paragraf 29 der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) schwarz auf weiß festgelegt. Paragraf 29 der StVZO ist die „rechtliche Fundstelle“ für die HU. Und die Anlage IX setzt sich eben detailliert mit der Prüfplakette auseinander. Auch der Durchmesser von 35 Millimetern und die Schrifthöhe bei den Ziffern der Monatszahlen (vier Millimeter) und der Jahreszahlen (fünf Millimeter) sind hier festgeschrieben. Ein runder Terminkalender Von der Gestaltung zur Aussage der Plakette. Der Autofahrer kann von dem runden „Pickerl“ auf dem hinteren Kennzeichen exakt ablesen, wann der Wagen das nächste Mal auf den TÜV SÜD-Prüfstand muss. Das Jahr ist in der Mitte der Plakette vermerkt; die senkrecht stehende Zahl am oberen Rand benennt den Monat. „06“ in der Mitte und „12“ am oberen Rand bedeuten beispielsweise, dass die nächste HU im Dezember 2006 ansteht. Den HU-Termin findet man übrigens auch im Fahrzeugschein. Die Plakette zu überziehen, ist seit 1999 nicht mehr möglich. Damals gab es eine große Rechtsänderung zur HU. Seither müssen sich die TÜV SÜD-Experten beim Datieren der neuen Plakette streng an die Gültigkeit der alten halten. Seit 1999 gilt auch: Es gibt Ärger, wenn ein Polizist die verfallene Plakette entdeckt.
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